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„Frozen Chili Pesto“ aus eigener Ernte

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„Frozen Chili Pesto“ aus eigener Ernte

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Ich möchte an dieser Stelle einmal eine Behauptung in den Raum stellen, bei der mir 99,9 % der Leser mit Wahrscheinlichkeit auch zustimmen werden.

Eine selbst angebaute und gezogene Erdbeere oder Tomate schmeckt um Längen besser als gleichwertig importiertes aus Spanien oder Holland! Ich denke mal, wer das jetzt verneint, kennt wirklich nur die in Plastik verschweißten Tomaten aus der Kaufhalle. 

Inhaltsverzeichnis

Der Unterschied

Nun muss ich zugeben, ich bin auch nicht der Obergärtner, der sich zeit seines Lebens autark von Selbstgebauten ernährt. Ich kenne aber den geschmacklichen Unterschied.

Und in der Beziehung ist der Ostdeutsche eh im Vorteil. Eine, über Jahre nicht eingeräumte Mangelversorgung in der ehemaligen DDR, „zwang“ die Leute ja regelrecht in die umliegenden Gartensparten.

Von da her denke ich mal, herrscht hier auch noch ein etwas anderes Bewusstsein, zumindest bei den älteren Generationen.

Zugegeben, es ist einfach und komfortabel, wenn man alles, überall und zu jeder Zeit bekommt. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, diesen Komfort nicht auch zu nutzen.

Schon seit Jahren gehegt und gepflegt, das Kräuter(Wannen)beet

Aber, irgendwas ist trotz allem von früher hängen geblieben und hat mich die letzten Jahre immer wieder verleitet, einiges selbst in die Erde zu bringen und zu gießen. Am Anfang waren es ein paar frische Kräuter hinterm Haus.

Mittlerweile haben sich auch Tomaten, Erdbeeren, Gurken und Chilis dazugesellt. Und mit dem neu gebauten Hochbeet werden es in diesem Jahr wohl noch ein paar mehr frische Sachen werden.

Frozen Chili Pesto

Ein kleines „Problem“, was mit der Sache einhergeht, ist die Verwertung der ganzen Produkte. Damit meine ich weniger die Klassiker wie Tomate oder Gurke, sondern die exotischen Pflanzungen, bringt man sie dann in den Garten.

Ich hab jetzt das zweite Jahr in Folge eine Chilipflanze am Start gehabt und konnte jeweils im Spätsommer eine gute Ernte einfahren.

Und mit einer guten Ernte meine ich zwischen 10 und 30 Früchte pro Saison. Das ist erst einmal ein riesiger Haufen Chilis. Da musste eine Idee zur Aufbewahrung her. Sicherlich kann man sich eine dieser unpraktischen Halsketten zum Trocknen basteln.

Finde ich persönlich aber nicht so schön, daher hab ich mich mal auf die Suche nach Alternativen gemacht. Eine sehr interessante Methode möchte ich Dir hier vorstellen. Wenn man es dann so nennen will, das Rezept für ein scharfes „Frozen Chili Pesto“.

Der „Obergärtner“

Mal ganz laienhaft gesprochen war der Anbau, in den letzten beiden Jahren ein Kinderspiel. Eingekauft als kleine, vorgezogene Pflanze standen sie den ganzen Sommer eigentlich nur geschützt in der Sonne herum und wurden gegossen.

Die erste Chilipflanze war eigentlich nur ein Versuch, ob man es hierzulande hinbekommt. Die Ernte von knapp 30 Schoten war ein überzeugendes Argument damit weiterzumachen.

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Zumindest was die richtige Ernte angeht. Der Fachmann rät, Chilis etwa 90 Tage nach der Blütenbildung zu ernten. Die Schoten wachsen auf 2,5 – 7 cm heran und ändern in den letzten Tagen ihre Farbe, was letztlich von der Sorte abhängig ist.

Das kann ins Dunkelgrüne, Orange oder auch Rote gehen. In diesen letzten Tagen bekommt eine Chilipflanze auch ihre richtige Schärfe.

Eine rote gab es dann im zweiten Jahr

Der Farbwechsel beginnt an der Krone. Ab jetzt heißt es, genauer hinzuschauen. Hat die Chilischote ihre jeweilige Farbe gewechselt, kann man ihr noch gut und gerne 4–5 Tage geben, bis man sie schließlich erntet.

In dieser Zeit wird noch mehr Fruchtzucker und Capsaicin für die Schärfe produzieren. Und dann wird geerntet. Mit einem Messer oder Schere die Schoten mit 2/3 des Stiels von der Pflanze schneiden.

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Chilischoten kann man auf die verschiedensten Arten verarbeiten. Eine nicht ganz so klassische Art, ein Pesto daraus herstellen und portioniert einfrieren.

Ein Vorteil dieser Variante, man hat in der Folgezeit immer eine frisch-fruchtige Würzpaste im Haus für die unterschiedlichsten Gerichte.

Das Rezept ist recht einfach. Die geernteten Schoten werden mit Knoblauch, Olivenöl und ein wenig Salz zu einer breiigen Masse verarbeitet. Für das Grundrezept brauchst Du:

Zutaten:

  • auf ca. 1 kg Deiner selbst geernteten Chilischoten (vom Stiel befreit)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • etwas Olivenöl (nur soviel, damit es eine geschmeidige Masse ergibt)
Reine Zutaten für ein selbstgemachtes Chili Pesto
Alle Zutaten, gewaschen und geputzt…

Die Mengen musst Du entsprechend Deiner eigenen Chiliernte runterrechnen. Sollte wieder erwartend die Ernte ganz mager ausfallen, kannst Du auch mit ein oder zwei Paprika die Masse strecken. Hierbei verlierst Du aber an Schärfe.

Die Chilis werden gewaschen, vom Stiel getrennt, Kerne und Zwischenwände können mit rein. Wenn Du Dir neue Pflanzen selbst ziehen willst, einige Kerne aufheben und trocknen.

Und ab in den Mixer….

Wenn Du die Zutaten vorbereitet hast, kommt nun alles zusammen in den Mixer. Dezent etwas Olivenöl dazu geben, bis eine sämige Masse entsteht.

Fertig ist die „Chili-Pesto“!

Einwürfelform mit Deckel…
…sauber portioniert!

Es hat sich gezeigt, dass einfache Eiswürfelformen hervorragend zum Einfrieren geeignet sind. Idealerweise hast oder besorgst Du Dir welche mit Deckel.

Und, das war es auch schon! Definitiv frischer und nicht so aufwendig wie das „Halsketten“ gebastelt aus getrockneten Schoten. 

Das fertige Chili Pesto in der Gefrierbox
Fertig für den Gefrierschrank!

Was Du mit dieser Pesto alles würzt, liegt natürlich bei Dir. Chili gehört und passt in viele Gerichte, wie beispielsweise das Chili con Carne, einem kräftigen Pusta-Gulasch oder verschiedene Pasta-Soßen.

Je nach Menge und Schärfe einen halben oder ganzen Block verleihen den Gerichten ein würziges Aroma. Und das Beste daran, Du weißt, wo es herkommt! 

Unterm Strich …

… war es seinerzeit eine richtig gute Idee, eine Chilipflanze auszuprobieren! Vor allem in den Wintermonaten, in denen es dann doch mal einige deftige Gerichte mehr gibt, hat sich das Chili-Pesto bereits mehrfach bewährt.

Und irgendwie schwingt beim Kochen auch immer ein gutes Gefühl mit …

In diesem Sinne, guten Hunger und bleibt gesund!

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